Wassertor - Museum

1972 wurde in der Isnyer Ortsgruppe des Schwäbischen Heimatbundes der Wunsch ausgesprochen, einen der Isnyer Türme der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu bot sich der seit kurzem leerstehende Wassertorturm an. Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Bürgerinitiative welche mit finanzieller Unterstützung der Stadt Isny in mühevoller Arbeit, allen Schwierigkeiten zum Trotz, den Turm zu einem schmucken "Tormuseum" umgestaltet hat, Die Hauptlast der Arbeit lag bei Martin Kratzert, Hans Westhäußer und Walter Bühler. Sie brachten die Ideen zur Ausgestaltung der einzelnen Stockwerke. Unzählige freiwillige Arbeitsstunden haben sie aufgebracht, bis es am Pfingstfest 1980 endlich soweit war und die "Museumsväter" und Hauptinitiatoren Martin Kratzert, Hans Westhäußer und Walter Bühler, das neue Heimatmuseum im Wassertorturm der Öffentlichkeit vorstellen konnten. Im Rahmen der Aktion "Kommunale Bürgeraktion 1980" wurden die Begründer des Museums und der zur finanziellen Absicherung des Wassertormuseums im Mai 1980 gegründete "Förderverein Wassertormuseum" durch das Regierungspräsidium ausgezeichnet.

Zur Baugeschichte des Wassertorturmes
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Turmgeschichte und Museum
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Gefängnis
Das erste Geschoss über der Tordurchfahrt diente als Gefängnis. In der Mitte der kreuzgratgewölbten Decke befand sich eine viereckige Öffnung, durch welche die Gefangenen an einem Seile abgehaspelt, d. h. hinuntergelassen wurden.

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Feuerwehr
Steigen wir die Treppe zum ersten Obergeschoss empor, so erblickt man zuerst eine Reihe alter Vorderlader, insgesamt alte, umgebaute Steinschlossgewehre, welche die Stadt Isny im Jahre 1848 erwarb, um die neu gegründete Bürgerwehr zu bewaffnen.

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Altes Handwerk im Wassertor
Im dritten Stockwerk wurde dem alten Handwerk Rechnung getragen und eine alte, originalgetreue Schuhmacherwerkstatt eingerichtet. Alle Werkzeuge und Maschinen, alle Arbeitsgänge die zur Herstellung von Schuhen nötig sind, werden im Rahmen einer Turmführung gezeigt.

Wintersport in Isny
Im darüber liegendem Stockwerk befindet sich eine kleine Ausstellung zu den Anfängen des Wintersports. Alle Arten von Ski und Skistöcken, Kinder- und Arbeitsschlitten, Schlittschuhe, Eiskegel, ein handgefertigter Skibob von 1920 sowie eine Vielzahl von Urkunden, Bildern, Plakaten und Trophäen geben Zeugnis, dass Isny im Wintersport einen guten Namen hat.
Türmerwohnung
Im 5. Stockwerk befindet sich die Türmerwohnung, von der aus der Türmer einen hervorragenden Überblick über die Stadt hat. Der Türmer, der zu den sozial niedersten Ständen gehörte, hatte eine dementsprechende kärglich eingerichtete Wohnung. Eine spartanisch eingerichtete Küche mit wenig Geschirr, ein Schrank in der Wohnstube mit seinen kleinen "Kostbarkeiten", ein Ohrenbackensessel sowie ein einfaches Bett sind die ganze Einrichtung.

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