Adolf Martin wurde 1883 in Blieskastel/Pfalz geboren. Nach dem Schulabschluss begann er auf Wunsch seiner Eltern eine Schlosserlehre, die er nach eineinhalb Jahren abbrach. Er studierte danach an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe und war Schüler der Professoren Schmid-Reute und F. Fehr. Nach Abschluss seiner Studien unternahm er längere Reisen nach Italien und Korsika. 1909 - 1911 hielt er sich in Südamerika auf. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich durch Gelegenheitsarbeiten und den Verkauf seiner Bilder. Bis zum Kriegsausbruch 1914 war er als freier Künstler in Karlsruhe. 1914 - 1918 war er Soldat. Gegen Ende des Krieges wurde er zum württembergischen Gebirgsregiment nach Isny versetzt. Von 1918 an lebte Adolf Martin mit einer Unterbrechung vierzig Jahre lang als freischaffender Künstler in Isny im Schlößle am Rain, später in der Reiffenstraße. Sein Atelier befand sich im Schuhhaus Felle in der Wassertorstraße. Wegen seiner politischen Überzeugung kam er in Schwierigkeiten mit den Nationalsozialisten. Es wurde ihm Malverbot auferlegt, er durfte nicht mehr ausstellen und erhielt unter anderem 3 Monate Gefängnis mit Bewährung. 1937 zog er nach Stuttgart um unterzutauchen. In dieser Zeit entstanden viele Portraits. Nach der Bombardierung seiner Wohnung in Stuttgart kehrte die Familie Martin vor Kriegsende wieder nach Isny zurück. A. Martin litt an chronischem Asthma. Am 21. Dezember 1961 starb Adolf Martin im Isnyer Krankenhaus. Sein Grab befindet sich auf dem städtischen Friedhof in Isny. Die städtischen Museen Isny besitzen eine größere Anzahl von Zeichnungen und Skizzen, sowie Ölgemälden (Portraits, Landschaften und Stilleben). |
Helga Gebhardt 1932 in Esslingen geboren 1952 Abitur 1952-56 Akademie der bildenden Künste in Stuttgart 1956-58 Studioleiterin eines Ateliers für Mode- und Industriefotografie in Stuttgart 1956 Heirat, 3 Kinder 1958 Freie künstlerische Fotografie, bevorzugt Portrait und Landschaft 1965-92 Leiterin der städtischen Galerie im Rathaus Waiblingen 1965 Konzentration der fotografischen Arbeit auf Künstlerportraits Mitglied der Gedok in Stuttgart Zahlreiche Publikationen und Veröffentlichungen der Künstlerportraits |
Kurt Kimmich Geboren 1932 in Ulm Beruf: Lithograph Arbeitsgebiete: Relief-Keramik, Lithographien, Malerei in Farben und Formen, später formen verlassend |
Erika Kierok, geboren 1940 in Dresden. 1946 - 1954 Grundschule. 1954 - 1957 Lehrberuf als Modistin. 1960 illegale Flucht in den Westen. Neubeginn im erlernten Beruf bei der Firma Mayser, Hutfabrik in Lindenberg. 1979 - 1998 Tätigkeit als Designerin in der Hutbranche in derselben Firma. 1999 Jahrhunderthochwasser am Bodensee. Seitdem erste Versuche mit Treibholzfundstücken und darauf folgende Ausstellungen: Westallgäuer Kunstausstellung im Lindenhof zu Lindenberg, Kunsthandwerkermärkte in der Volksbank Lindenberg und im Kurhaus Scheidegg. Ausstellung in der Galerie KEA in Heimenkirch, im Kornhaus Wangen/Allg. und im Museum am Mühlturm in Isny. |
August (Gustl) Halter wurde am 11. Februar 1906 in Langenargen geboren. Er kam schon in seiner Kindheit nach Isny und erlernte nach dem Schulabschluss in der Töpferei Ott das Töpferhandwerk. In Oberammergau und an der Kunsthochschule in Stuttgart (Malerei und bildhaftes Gestalten) bildete er sich weiter und ging als Geselle auf die Wanderschaft, die ihn bis nach Ostpreußen führte. In Tolkemit baute er sich eine eigene Töpferei auf. Nach dem Krieg und Gefangenschaft kam er 1948 wieder nach Isny, heiratete und baute sich erneut eine Töpferwerkstatt auf. Bis zu seinem 85. Lebensjahr war er im Hafendeckelturm tätig. Ganzen Generationen von Isnyern und Urlauberkindern war Gustl Halter ein verständnisvoller und einfühlsamer Leiter von Töpferkursen. Gustl Halter verstarb am 18. März 1997. |
Ingrid Münsch geboren 1966 in Leutkirch. Schon 1985, als ich von der Schule abgegangen bin, war es mein Wunsch mich künstlerisch zu betätigen. Eltern halten von diesem Wunsch meist nicht sehr viel - so kam mir die Arbeit in dem kleinen Verlag entgegen. 1997 belegte ich regelmäßig Aquarellkurse bei Viktoria Roth, um einen Ausgleich zur Arbeit am Computer zu schaffen. 1999 besuchte ich die Sommerakademie von Friedrich Hechelmann. Von Februar 2000 bis Juli 2001 habe ich insgesamt 3 Studienseminare "Freie Malerei" bei Reinhard Blank, dem ehemaligen Leiter der Kunstschule Ravensburg, zu je 6 Wochenenden besucht. Seminarleiter waren Prof. Jürgen Bachhofer, Reinhard Blank und Joeng Ae Kim (fernöstliche Tuschemalerei und Kalligraphie). In den Seminaren wurden sowohl künstlerische Maltechniken als auch kunsttheoretische Fragestellungen vermittelt. Im letzten Jahr habe ich mich mit dem Menschen beschäftigt und diverse Kurse in Aktmalerei gemacht. Nach meinem Aufenthalt in der Toskana bemerkte ich, dass ich zur Abstraktion gelangen möchte und begab mich auf die Suche nach Farbe und Form ... In der Ölfarbe habe ich das mir entsprechende Malmedium gefunden, möchte die Farbe "riechen + fühlen" können. So wie in Italien intensiver gelebt wird - die Lebenskunst groß geschrieben wird. Die Landschaft, das Essen und Trinken, die Menschen - alles eine Spur farbiger erscheint... Ausstellungen: 2000 Erste Aquarellbilder-Ausstellung bei der Eröffnung der Wohnanlage "Blumengarten" in Isny 2001 Kalligraphie- und Acrylbilder-Ausstellung bei der Neueröffnung des Hauses Raumausstattung Schnaible in Leutkirch 2002 Landschaftsmalereien und Monotypien bei der Eröffnung des "Stadtschlosses" in Leutkirch 2003 Landschaften und Akte in der "Kleine Galerie" im Museum am Mühlturm, Isny |
Ami Koestel geb. Friedel wurde am 27. Mai 1907 in Bayreuth geboren. Nach ihrer Schulzeit besuchte sie die Kunstakademie in München. Sie heiratete den Verlagsdirektor und Schriftsteller Dr. Walter Koestel. Nach Aufenthalt in Stuttgart zog sie nach einiger Zeit nach Dresden um, wo sie bis zum Ende des 2. Weltkriegs ansässig war. Durch eine glückliche Fügung verschlug es sie wenige Tage vor der schrecklichen Bombardierung Dresdens nach Isny, wo sie in einem Ferienhäuschen von Stuttgarter Bekannten Unterschlupf fand. In der kargen Nachkriegszeit bastelte sie zur eigenen Ermunterung, manchmal auch als Tauschobjekt für Milch und Brot, aber meist als Geschenk für ihre Freunde "Engelsfiguren". Auf Zureden ihrer Freunde stellte sie 1952 erstmals auf der Messe in Dornbirn ihre Engel aus. Ludwig Erhard, der damalige Wirtschaftsminister sprach ihr Mut zu; und so folgten weitere Ausstellungen in Frankfurt und Nürnberg. Der "Isnyer Weihnachtsengel" war geboren - so war aus einer spielerisch geübten Liebhaberei ein Beruf und eine Arbeitsmöglichkeit für viele Heimarbeiterinnen im Umkreis von Isny geworden. Ami (Annemarie) Koestel verstarb am 09. 09. 1986. |
Erhard Theodor Astler Erhard Theodor Astler wurde 1914 in Böhmisch Leipa geboren. Nach der Reifeprüfung begann er das Studium der grafischen Künste und Malerei bei Professor Hönich an der Akademie für Bildende Künste in Prag und errang alle Akademiepreise. 1940 ereilte ihn der Wehrdienst. 1942 erlitt Astler schwerste Verwundungen bei einem Flugzeugabsturz in Russland. Seine Arme wurden erst nach schwierigen Operationen wieder bewegungsfähig. Trotz der schweren Behinderungen gab Astler nicht auf und arbeitete als Künstler weiter. Die Stadt Nürnberg verlieh ihm den "Albrecht-Dürer-Preis". Kurz darauf bekam er einen Lehrauftrag für angewandte Malerei und Aktzeichnen an der Kunstgewerbeschule in Prag. Nach der gewaltsamen Vertreibung aus dem Sudetenland fand Astler eine neue Heimat in Hessen und übernahm einen Lehrauftrag an der Glasfachschule in Hadamar. 1970 wurde ihm bei einer Ausstellung in Saarbrücken der VdK-Kunstpreis verliehen. 1971 erhielt er den Kulturpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Es folgten Ausstellungen in Bad Godesberg, Düsseldorf, Nassau-Bahamas, Paris und Donaldson-Chicago und viele andere. Es wäre müßig, Erhard Th. Astler in einen -ismus einzureihen. Er bewahrte in seinem Werk kontinuierlich seine persönliche Art und Sprache zwischen realem Leben, impressiver Verklärung und expressiver Steigerung. Und er ging den nicht immer leichten Weg zwischen gestern und morgen, zwischen ehrwürdiger Tradition und revolutionären Neuerung. Erhard Astler lebte mit seinen Bildern. Wenn er auf diese oder jene Feinheit hinwies, Komposition und Farbe erklärte, geschah dies ohne die geringste Spur von Überheblichkeit. Situationen kamen ihm in Erinnerung, wo Kunstexperten an seinen Experimenten herumrätselten und auch nach seinem Erklärungen noch immer nicht recht wussten wie das zu machen sei. Zum Beispiel seine Ölbilder mit reliefartiger Oberflächenstruktur. Seit 1970 lebte Erhard Astler in Isny. Er liebte das Flair des kleinen Provinzstädtchens mit den liebenswerten Stärken und Schwächen seiner Bewohner. Er liebt den Zauber der Landschaft, die Isny umgibt: Rotmoos und Schächele, Eistobel und Adelegg. Astler wurde nicht müde, immer wieder von neuem die sich in Tag und Jahreszeit wandelnden Stimmungen festzuhalten. Die meisten seiner Bilder entstanden draußen in der Natur, den Impressionisten gleich. Ehrhard Astler verstarb am 18. Oktober 1998 in Isny und ist auf dem städtischen Friedhof in Isny beigesetzt worden. |
Kornelia Bude und Andrea Rueß Die Geschwister Kornelia Bude, geb. 1965 und Andrea Rueß, geb. 1968 in Lindau/Bodensee, gestalten anspruchsvolle Wohnaccessoires und Dekorationen aus verschiedenen Materialien. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Während Ihrer mehrjährigen künstlerischen Tätigkeiten in der Gestaltung von individuellen Dekorationen, bot sich Ihnen die einmalige Gelegenheit, die Dachplatten des alten Backhauses aus dem Jahre 1826 in Hergensweiler im Allgäu abzudecken und zur künstlerischen Gestaltung weiterzuverarbeiten. Die beiden Künstlerinnen verwandeln diese zu einzigartigen Objekten, die sich gestalterisch an den Themen der Jahreszeiten anpassen. Jedes Ihrer Stücke ist ein Unikat und wird mit sehr viel Liebe zum Detail von Hand angefertigt. Bei verschiedenen Ausstellungen fanden Ihre Werke stets großen Anklang. |
Dr. phil. Albrecht Braun Wurde am 13. August 1905 in Tuttlingen geboren. Nach Volks- und Realschule in Tuttlingen legte er an der "Friedrich-Eugen" Oberrealschule in Stuttgart sein Abitur ab. 1925 bis 1929 Kunstakademie bei Prof. Waldschmidt und Prof. Graf in Stuttgart. Im Anschluss daran Besuch der Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin bei Prof. Wolfsfeld, Prof. Plontke und Prof. Meid. Nach Berlin Besuch der Kunstakademie in Stuttgart bei Prof. Häbich und Prof. Eckener mit Ablegung der 1. und 2. Dienstprüfung für Kunstunterricht 1929/1930. 1930 bis 1934 Studium in Würzburg für Kunstgeschichte. 1934 Promotion zum Dr. phil. in Kunstgeschichte. Ab 1934 Lehrtätigkeit an verschiedenen Gymnasien in Württemberg, 1938 bis 1944 Lehrer an der Kunstakademie in Stuttgart. 1944 und 1945 Soldat und Kriegsgefangenschaft. Ab 1945 Lehrtätigkeit als Kunsterzieher in Stuttgart, später Volkshochschule in Kempten und eine eigene Malschule in München-Laim. Das vielseitige künstlerische Werk umfasst Zeichnungen, Radierungen, Lithografien, Gemälde in Öl und Tempera, Batikarbeiten, Fresko, Mosaik, Keramik, Sgraffito, Beton- und Bronzeplastik und Schmiedeeisen. Dr. phil. Adolf Braun verstarb am 21. August 1983 in Isny - Großholzleute. |
Emmy Tiebert Emmy Tiebert, geb. Daeniker, wurde 1895 als Tochter schweizerischer Eltern in Paris geboren. Ihre Schul- und Jugendzeit verbrachte sie in Bern. Sie interessierte sich schon früh für das Hobby ihres Vaters, die Botanik, dadurch beschäftigte sie sich mit Pflanzenkunde und der Blumenmalerei. 1917 studierte die aus wohlhabenden Hause stammende Künstlerin an der renommierten Malerinnenschule und an der Kunstakademie in Karlsruhe. Dort lernte Sie ihren zukünftigen Mann, Hermann Tiebert kennen, den Sie 1920 heiratete. Nach einigen Jahren, die sie der Familie widmete, fand sie wieder Zeit, sich mit der Malerei zu beschäftigen. Emmy Tiebert konzentrierte sich vor allem auf die von ihr geliebte Blumenwelt. Wie die Bilder ihres Mannes, werden sie den Stilrichtungen "Spätromantik" und der "neuen Sachlichkeit" zugeordnet. Sie lehnte sich nicht an die wechselnden Stilrichtungen und Ismen ihrer Zeit an. Sie behielt ihre Maßstäbe bei, sei es bei der Auswahl der Motive oder der Sorgfalt der Umsetzung mit ihren kundigen Mitteln. Ihre Bilder geben somit auch einen ständigen Einblick einer harmonischen Verbindung von Lebens- und Kunstauffassung. Emmy Tiebert verstarb am 05. Mai 1978. |
Hermann Tiebert Wurde am 31.01.1895 in Koblenz geboren. 1913 Kunstgewerbeschule in Karlsruhe 1914 Kunstakademie in Karlsruhe (Leitung H. Thoma) 1914 - 1916 Schüler bei Prof. Walter Georgi 1917 Schüler bei Prof. Adolf Bühler 1918 - 1919 Meisterschüler bei Prof. Wilh. Trübner 1919 Ausstellung Galerie Moos, Karlsruhe 1921 Heirat mit der Schweizer Kunstmalerin Emmy Daeniker (geb. 04.09.1895 in Paris) 1921 Umsiedlung ins Allgäu (Ried bei Isny) 1929 Umsiedlung nach Isny, davor Geburt der drei Töchter Angelika, Rosemarie und Elfriede 1927 - 1943 zahlreiche Ausstellungen in ganz bis Deutschland, darunter im Haus der Deutschen 1943 Kunst, München 1943 lehnt er das Angebot einer Professur in Dresden ab und bleibt im Allgäu 1949 - 1967 Ausstellungen in der Region 15.05.1978 stirbt Hermann Tiebert 10 Tage nach dem Tode seiner Frau Emmy 1991 Gedächtnisausstellung Museum am Mühlturm 1996 Große Gedächtnis-Austellung zum 100. Geburtstag im Museum am Mühlturm |
Johann Georg Gebhart Geboren am 15. April 1908 in Kirchen, Kreis Ehingen. Nach dem Schulabschluss Lehrjahre bei Bildhauer Josef Abt in Munderkingen. Weitere Ausbildung in kleineren Werkstätten und in München. Von 1929 bis 1938 war er in der bedeutenden Altarbauwerkstätte Valentin in Offenburg als Figurist tätig. Die Ausführung des Grabmals für seinen nach Isny umgesiedelten Lehrmeister brachte ihn 1937 nach Isny, wo er bis zu seinen Tode tätig war. Sein Leben lang waren seine Christusdarstellungen hervorragendes Gestaltungsmotiv, mit denen er dem Leid und dem Schmerz der geschundenen Kreatur Form verlieh. Georg Gebhart verstarb am 13. Juni 1980. |
Fritz Blaicher Wurde am 09.09.1914 in Freudenstadt geboren. Nach dem Besuch des Kepplergymnasiums in Freudenstadt begann er 1932 eine Ausbildung als Schiffsoffizier auf dem Schulschiff "Deutschland", die er aber 1935 abbrach, um sich an der Berliner Kunstakademie für das Fach Keramik einzuschreiben. Dort legte er 1938 seine Gesellenprüfung ab und wurde 1940 Meister. Während seiner Studienzeit arbeitete er bereits viel praktisch, u.A. in Dießen am Ammersee und in Isny bei der Firma Töpferei Ott. Im Krieg holte er sich ein schweres Rückenmarks-leiden, welches zur fast völliger Lähmung führte. Von diesem Leiden erholte er sich nie wieder. Ab 1950 arbeitete er selbstständig in eigener Werkstatt. Er drehte alles frei und benützte nur Glasuren, die er nach eigenem Rezept selbst hergestellt hatte. Sein Schaffen war sehr vielseitig, Sgraffito-Arbeiten, Keramik und Engobemalerei, besonders Kacheln für Öfen, Mosaikbrunnen sowie Nachbildungen früher Töpferwaren, die er besonders für das Pfahlbau-museum in Unteruhldingen herstellte. Er starb am 03.10.1999 in Isny. |
Josef Epp Wurde 1921 in Großholzleute geboren. Nach seiner Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart bei Professor Brachert und der Schmiedeklasse bei Rieger legte er 1949 seine Meisterprüfung ab. Seine Arbeitsgebiete umfassen Arbeiten in Stahl, Kupfer, Bronze, Aluminium und V2A Stahl für Portale, Plastiken, Grabzeichen, Tabernakel usw. Für seine Arbeiten erhielt er von der Stadt Lindau 1965 einen Preis, den Jubiläumspreis der Stadt Kempten 1973. Zu seinen Arbeiten im öffentlichen Besitz zählen: Kirchenportal St. Maria Isny, St. Martin in Wangen, Neutrauchburg, Fulgenstadt, Leupolz, Schweinhausen. Künstlerische Gestaltung der Friedhofshalle in Isny und Metzingen, Brunnenplastiken u. A. in Isny, Waldshut-Singen. Mitglied im Berufsverband bildender Künstler Schwaben-Süd. |
Sigrid Ipoly-Merz 1920 geboren und aufgewachsen im Harz / Deutschland 1935 Schulbesuch bis 1935. Ausbildung in verschiedenen Fachgebieten und Studium der Psychologie und Pädagogik in Wien. 1939 hieraus Abschlüsse mit zwei Staats-Examen. 1940 Ausstellung in der "Wiener Neustadt". 1941 Selbständige Gründung des "Anker-Ateliers" in Wien, Baumarkt 21, mit 6 Werkstätten und zeitweise 40 Angestellten. 1942 Studium in Wien, an der "Akademie der bildenden Künste" in der Meisterklasse von "Professor Josef Müllner". 1943 Ausstellung mit anderen Künstlern, anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der .Akademie der Künste". 1943 Erste Entwürfe der "Engel-Figuren". 1944 Ausstellung mit "Professor Josef Müllner" im "Wiener Künstlerhaus". 1944 Auftragsarbeiten des "Instituts für Denkmalpflege" in Wien. 1946 Ansiedlung im Landkreis Starnberg / Oberbayern. Teilnahme an der "Sommerkunstausstellung". 1946 Eintritt in den "Verband bildender Künstler" in München. 1947 Ausstellung in Steinebach / Wörthsee. 1947 Auftragsarbeit einer Weihnachtskrippe für den dänischen Königshof. 1948 Umzug nach München, Ausstellungen mit dem "Verband bildender Künstler" in München. 1952 Studienaufenthalt in Zürich / Schweiz. Ausstellungen in Zürich und Umgebung. 1953 Ausstellung in Frankfurt. Entwurf des "Singenden Merz - Engels". 1962 Erste Fernsehdokumentation über meine Arbeit. 1964 Übersiedlung nach Isny im Allgäu. 1968 Ausstellungen im Atelier. 1971 Ausstellungen in Isny. 1974 Fernsehübertragung aus dem Atelier. 1975 Erste Kurse in Modellieren, Malen und Zeichnen. Förderung junger Talente. 1982 - 1992 Studienreisen und Ausstellungen im In- und Ausland. 2000 Ausstellung zum 80. Geburtstag im Museum am Mühlturm, Isny. Sie starb am 28.08.2008 in Isny. |
Gebrüder Güttinger
die beiden aus Landshut gebürtigen Brüder Max (geboren 17.04.1912) und Karl Güttinger (geboren 24.04.1913) besuchten nach der Schule die in Landshut befindliche Keramikerschule und wurden zu Keramikermeistern ausgebildet. |
Kristin Fischer Wurde 1930 in Tiefurt bei Weimar geboren. 1946 - 1949 Studium an der Kunstgewerbeschule Leipzig, Abteilung Glasveredelung bei der Prof. Lieselotte Gehring-Hoehme und Prof. Walter Münze sowie an der Akademie der bildenden Künste Leipzig bei Prof. Max Schwimmer. Seit 1955 wohnhaft in Isny, seit 1964 Mitglied in der Arkade. Mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen in und mit der Arkade Isny. 1998 Ausstellung in Leipzig Grassigymnasium im Rahmen der Ausstellung "Die Kunstgewerbeschule Leipzig". 10 Jahre Werkunterricht am Gymnasium Isny. |
Simone A. Pfeiffer Die 1962 im Rheinland geborene Künstlerin Simone A. Pfeiffer beschäftigte sich bereits während der Schulzeit sehr intensiv mit dem Bereich der darstellenden Künste. Seit Abschluss ihres Fachabiturs in künstlerischer Gestaltung im Jahr 1987 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig. Nach einer Phase des intensiven Ausprobierens verschiedener Kategorien der Kunst, wie Aquarellmalerei, Bleistift- und Bundstiftzeichnungen, Filzstiften, Kunstharz -farben und Pastellkreiden, sowie der Seidenmalerei, kristallisierte sich bei Simone A. Pfeiffer eine Vorliebe für die Interpretation, farbliche Gestaltung und Umsetzung von Symbolen und geistigen Grundwerten heraus. Dabei verwendet und kombiniert die Künstlerin die verschiedene Techniken und Materialien wie z. B. Glas, Metall, Naturholz und Federn. Die Künstlerin achtet besonders auf eine harmonische Farbgestaltung, klare Proportionen und Formen und auf eine positive Ausstrahlung ihrer Werke. Neben der Arbeit mit Papier, den verschiedenen Malmedien und anderen Materialien, legt die Künstlerin sehr viel Herz und Phantasie in den Bereich Modedesign, wie die Einzigartigkeit und die Individualität ihrer handgefertigten Stücke beweisen. |
Merita Crames Maria Merita Crames, geb. Zudrell, wurde am 02. Oktober 1924 in Lützenhardt, heute Waldachtal, geboren. Ihre schulische Ausbildung erhielt sie im Klosterinternat in Schwäbisch Gmünd. Schon dort fiel ihre künstlerische Begabung auf, die von den Erziehern gefördert wurde. Ihre weitere Ausbildung erfolgte dann an der grafischen Fachschule in Stuttgart, danach an der Akademie für angewandte Kunst in München bis zu deren Zerstörung im Krieg. 1944 heiratete sie den Arzt Dr. Peter Crames und fand mit ihm eine neue Heimat in Isny. Sie erfüllte hier in erster Linie ihre Aufgaben als Arztfrau und Mutter von vier Kindern, blieb dabei aber immer ihrer Kunst treu. Sie erprobte viele Materialen und Techniken, um ihren künstlerischen Wollen Ausdruck zu verleihen; Öl, Aquarell, Kreide, Rötel, Tusche, Ton, Holz, Metall, Druck, Textil und Hinterglasmalereien. Sich auf immer neuen Pfaden bewegend, entstanden Landschaften, Portraits, Stilleben und vieles andere. Besondere Kunstwerke sind die Arbeiten für das Portal der Marienkirche in Isny und für die Aussegnungshalle in Echingen. Tragisch, dass die Künstlerin in den letzten Jahren durch ihre Krankheit erblindete. Merita Crames verstarb am 6. April 2002. |
Wladyslaw Szyszko geboren 1944 in Krakau. Studium der klassischen Archäologie an der Jagielonen - Universität zu Krakau. Diplom 1966. Studium an der Staatlichen Kunstakademie. Kunstrestaurierung Diplom 1971. Lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Krakau und Lindau i. B. Einzelausstellungen in: Krakau, Kopenhagen, Genf, Warschau, Köln, Berlin, Bochum, Helsingör, Nürnberg, Wien, Linköping/Schweden, Kalmar/Schweden, Stuttgart, Waldkirch, Stockholm, London, Lindau, Lindenberg/Allg., Drobak/Norwegen, Vordingborg/Dänemark, Heimenkirch/Allg., Überlingen, Wangen/Allg. |
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Adolf Jansen Geboren 1872 in Frankfurt a.M. 1891 - 1897 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Schüler der Professoren Hans Thoma und W. Trübner. 1906 - 1914 Tätigkeit für die berühmte Groß-herzogliche Majolika - Manufaktur Karlsruhe. In Karlsruhe lernte er den Kunstmaler Adolf Martin kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. 1914 - 1918 Soldat bei der Kavallerie Durch die Vermittlung seines Freundes Adolf Martin kam er 1922 nach Isny und arbeitete in der Töpferei Ott. Später wirkte er als freier Künstler in Isny. Die Firma Dethleffs überließ ihm einen Raum als Atelier. Jansen wohnte mit seiner Familie in der Maierhöfener Straße und dann auf der Hohen Linde. Im März 1942 starb Adolf Jansen in Isny. In seinem plastischen Werk überwiegen Tierdarstellungen, wir finden aber auch Szenen aus dem täglichen Leben oder aus dem Bereich der Mythologie. |
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Josef Ruep Der Künstler wurde am 10. April 1886 in Isny im Allgäu geboren. Nach seiner Schulzeit lernte er in Kempten das ehrsame Malerhandwerk. Nach Beendigung seiner Lehrzeit trat er in das Atelier für Postkartenzeichnungen von Eugen Felle in Isny ein. 1915 zog er nach München und machte sich mit einem eigenen Atelier - einer geographischen Werkstatt - selbständig. Aus seiner Werkstatt sind unzählige Arbeiten hervorgegangen. Von Südamerika bis Japan und bis nach Afrika sind Arbeiten von Josef Ruep angefertigt worden. Das Atelier wurde nach dem Tode von J. Ruep von seinem Schwager Hans Wolf, der schon seit längerer Zeit im Atelier mitgearbeitet hatte, bis Ende der fünfziger Jahre weitergeführt. Josef Ruep starb am 12. Dezember 1940 in München. |
Ursula Dethleffs 1933 wird am 6. Juli 1933 als Tochter der Künstlerin Fridel Dethleffs-Edelmann und des Fabrikanten Arist Dethleffs in Ottersweier bei Bühl/Baden geboren. 1943 entstehen die ersten Hinterglasbilder. 1945 die ersten Bildteppiche, Keramiken und Holzschnitte. 1946 Federzeichnungen, Linolschnitte; erste Ausstellungen in Ehingen, Reutlingen, Karlsruhe, Ravensburg und Konstanz. 1947 Teilnahme an der Ausstellung "Allgäuer Künstler" in Kempten, München und Stuttgart. 1949 Teilnahme an der Ausstellung "Christliche Kunst der Gegenwart" in Ravensburg und Freiburg. 1950-1952 Schülerin von Richard Ott in dessen "Schule der Kunst" im Amerikahaus in München. 1950 Kunstpreis der Jugend Saulgau; Kollektivausstellung im Stadtmuseum in Lindau und Teilnahme an der Ausstellung der "Neuen Gruppe" im Haus der Kunst in München (auch 1952). 1951 Teilnahme an der Ausstellung "Kirchliche Kunst der Gegenwart" in Stuttgart. Beginn umfangreicher Ausstellungsaktivitäten in Frankreich, Italien, Holland, Belgien, CSSR, Griechenland, Türkei, Ägypten, Sudan, Kanada und USA. Reisen nach Italien, Spanien, Rußland und in die Dritte Welt. 1960 auf Anregung ihres Mentors Max Ackermann Auseinandersetzung mit der Abstraktion und Experimentieren mit großen Formaten (Collagen, Bildteppiche). 1968 Kunstpreis Kempten. 1980 entstehen Holzreliefs und Holzskulpturen. 1994 Ursula Dethleffs lebte und arbeitete bis zu ihrem Tode am 7. Mai 1994 in Isny / Allgäu. Arbeiten in öffentlichen Sammlungen (Auswahl): Museum am Ostwall Dortmund, Zeppelin-Museum Friedrichshafen, Museum Fulda, Ulmer Museum, Regierungspräsidium Südwürttemberg-Hohenzollern, Regierungspräsidium Tübingen, Landratsamt Ravensburg, Landratsamt Friedrichshafen, außerdem Werke in zahlreichen Privatsammlungen. |
Fridel Dethleffs-Edelmann 1899 Am 30. November 1899 in Hagsfeld bei Karlsruhe geboren. 1915 Privatschülerin von Wilhelm Trübner in Karlsruhe. 1916-1918 Besuch der Großherzoglichen Malerinnenschule in Karlsruhe. 1919 Eine der ersten Studentinnen an der Kunst-Akademie in Karlsruhe (Lehrer: Wilhelm Schnarrenberger, Walter Gehri). 1925 Meisterschülerin von Prof. Ernst Würtenberger. Arbeitsgebiete: Ölmalerei, Aquarellmalerei, Grafik. 1928 Paris-Aufenthalt. 1929 Reise nach Florenz. 1931 Zweiter Preis in der Ausstellung "Süddeutsche Kunst" in München. 1931 Heirat mit Arist Dethleffs, der ihr ein fahrbares Atelier baut. 1932 Erster Staatspreis in der Ausstellung "Die Frau im Bilde", Badischer Kunstverein Karlsruhe. 1933 Geburt der Tochter Ursula. 1939 Da Arist Dethleffs zum Kriegsdienst eingezogen wird, leitet Fridel Dethleffs-Edelmann seine Wohnwagen-Fabrik in Isny. 1947 Teilnahme an der Ausstellung "Oberschwäbische Kunst" in Ehingen/D. und treibende Kraft (Mitglied des Arbeitsausschusses) bei der Gründung der "Oberschwäbischen Sezession" (später SOB), deren Vorstandsmitglied sie von 1951 bis 1958 war. In den 50er und 60er Jahren Reisen mit dem Wohnwagen durch Europa, den Vorderen Orient, nach Rußland bis zum Kaukasus. 1971 Retrospektive im Bodenseemuseum in Friedrichshafen (auch 1961 und 1980). 1975 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. 1982 Fridel Dethleffs-Edelmann stirbt am 24. August 1982 in Isny/Allgäu. Arbeiten in öffentlichen Sammlungen (Auswahl): Bayerische Staatsgemäldesammlung und Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, Städtische Galerie Karlsruhe, Stadt Stuttgart, Stadt Berlin, Zeppelinmuseum Friedrichshafen, Regierungspräsidium Südwürttemberg-Hohenzollern, Regierungspräsidium Tübingen, Landratsamt Ravensburg, außerdem Werke in zahlreichen Privatsammlungen. |
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