1096 - Graf Manegold von Veringen übergibt das von ihm "in villa Ysinensi" gegründete Kloster Hirsauer Benediktinermönchen zur Besiedlung.
1100 - der erste Abt des Klosters, Manegold, wird von einem Kloster-angehörigen erschlagen.
1189 - wird zur Hebung der Klosterzucht der Frauenkonvent nach Rohrdorf verlegt.
1219 - erster großer Streit mit der Stadt Isny über die Wiesenwässerung. Dieser Streit war erst 1290 beigelegt.
1269 - das Kloster Isny ist total verarmt. Abt Berthold Becher war gezwungen, Mönche mit Bettelbriefen auszuschicken.
1284 - ein Brand vernichtet die ganze Klosteranlage, die Nikolauskirche und große Teile der Stadt.
1288 - nach dem Wiederaufbau weiht der Bischof Konrad von Toul, ein gebürtiger Isnyer das neue Kloster wieder ein.
1350 - das ganze Kloster stirbt an den Folgen der Pest aus. Der Sage nach soll der Klosterkoch eine giftige Kröte in der Suppe mitgesotten haben.
1376 - trat die Stadt Isny dem Schwäbischen Bund bei, der gegen den Adel und Klerus kämpfte. Um ihre Stadt im Kampf gegen Eberhard von Württemberg verteidigungsfähiger zu machen, zündeten sie einen Viehhof des Klosters und 90 Häuser in der Vorstadt an.
1424 - setzte der Truchsess von Waldburg durch, daß kein Abt mehr ohne Wissen des Schirmvogtes gewählt werden darf.
1475 - zählte das Kloster Isny nur noch vier Mönche.
1478 - Gründung der Sebastiansbruderschaft.
1480 - wird die Kapelle in Großholzleute gebaut.
1490 - wird das Gut Neuhaus (Fischerhäusle) als Zufluchtstätte für den Konvent in Pestzeiten errichtet.
1502 - Abt Philip von Stein reformiert das Kloster und führt die Klausur wieder ein.
1525 - die Stadt Isny wendet sich der Reformation zu.
1534 - mit Äxten und Hämmer drangen Isnyer Bürger in das Kloster und das Gotteshaus ein und zerschlugen Altäre, Reliquien und Bildwerke. Fortan mussten die Mönche 12 Jahre lang den Gottesdienst bei verschlossenen Türen halten.
1546 - besetzt die Stadt im Namen des Schmalkaldischen Bundes das Kloster, nimmt das Klostergut und die Kirchenschätze in Beschlag und verbietet jeden Gottesdienst.
1548 - wendet sich das Kriegsglück und die Isnyer Bürger müssen das geraubte Gut dem Kloster zurückgeben und eine Entschädigung bezahlen.
1583 - verkauft Abt Sebastian Mayr den Groß- und Kleinzehnten zur Pfarrbesoldung an die Stadt, die Nikolauskirche geht endgültig in den Besitz der Stadt über.
1593 - die Pest wütet wieder in Isny. Abt Sebastian Mayr und auch sein Nachfolger, Abt Johannes V. Rauch erliegen dieser Seuche.
1617 - unter Abt Wolfgang Schmid wird das Kloster und die Kirche auf das Schönste erneuert.
1631 - kaum waren die Arbeiten zur Verschönerung des Klosters und des Gotteshauses abgeschlossen, da ist die ganze Klosteranlage beim großen Stadtbrand am 15. September eingeäschert worden.
1633 - die Schweden plündern das Kloster, der fast siebzigjährige Abt Wolfgang flieht nach Mehrerau.
1646 - der Abt Johannes VI. muss mit abermals mit seinen Patres vor den raubenden Schweden fliehen.
1650 - beim Amtsantritt des Abtes Dominikus Arzet war nur noch ein Mönch im Kloster Isny.
1660 - wird das Kloster erneut aufgebaut.
1666 - wird der Wiederaufbau der Kirche vollendet.
1707 - unter Abt Alphons Torelli blüht das Kloster wieder auf. Er erwirbt von der Herrschaft Trauchburg das Recht, die Klostersennerei in die Vorstadt zu verlegen und mehrere Häuser zu bauen. (Gründung der Gemeinde Isny-Vorstadt)
1708 - entstanden in Eisenbach, wo eine Glashütte angelegt wurde, neue Wohnhäuser.
1710 - lässt Abt Torelli den Glockenturm erbauen und mit einem schönen Geläute ausstatten.
1720 - erhält das Kloster die hohe und niedere Gerichtsbarkeit innerhalb seiner Mauern, die niedere in Isny-Vorstadt, auf dem Herrenberg, der Adelegg, in Eisenbach und Blockwiesen.
1750 - erhält das Kloster über die vorgenannten Orte auch die hohe Gerichtsbarkeit.
1751 - erbaute Abt Wunibald Rottach für das Kloster eine eigene Wasserleitung und das Wasserhaus bei der oberen Mühle. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau der Friedhofskapelle und der Anlegung des Gottesackers begonnen.
1757 - in den nächsten zwanzig Jahren erhält die Klosterkirche durch den Stukkateur Hans Jerg Gigl und den Maler Michael Holzhey ihre heutige Ausgestaltung.
1781 - erhält das Kloster Isny unter Abt Alphons Pfaundler die Reichsunmittelbarkeit und somit Sitz und Stimme im Kollegium der Reichsäbte und damit auch die Landeshoheit über das Kloster, Isny-Vortadt und die Klostergüter auf der Adelegg und an der Eschach.
1803 - das Kloster wird im Zuge der Säkularisation aufgehoben und samt seinen Gütern dem Reichsgrafen Otto von Quadt - Wykradt als Ersatz für seine verloren gegangenen Güter am Niederrhein zugesprochen. Der letzte Abt, Reichsprälat Ruppert Ehrmann, zieht nach Augsburg, später nach Kaufbeuren, wo er 1811 stirbt.
Zusammenstellung: Museum am Mühlturm Isny
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