Das Jahr im Zeichen des Flachses

Das Weben
Moderne Webstühle sehen fürchterlich kompliziert aus, aber jedes Teil daran ist das Resultat einer jahrhundertlangen Entwicklung, und wenn man einmal verstanden hat welches Teil was tut und warum, ist das Arbeiten mit dem Webstuhl recht einfach.

Der erste Webstuhl war ein Webrahmen und bestand wahrscheinlich einfach aus vier im Quadrat zusammengebundenen Stöcken. Die Kettfäden wurden an den Rahmen gebunden und der Schussfaden mit den Fingern oder einem Stock mit Kerben an beiden Enden, um die das Garn gewunden wurde, quer dazu eingetragen. Um solch einen Stock zu beladen, musste man erst mühselig das Garn von der Spule abwickeln. Deshalb wurde das Weberschiffchen erfunden, das die komplette Spindel in sich aufnimmt. Ein einfacher Webstuhl hatte nur ein Schiffchen, was allerdings bedeutete, dass man nur mit einem einfarbigen Schussfaden arbeiten konnte. Für gemusterte Gewebe braucht man mehrere Schiffchen, die mit Garn unterschiedlicher Farbe beladen sind.

Weberschiffchen
Gutes, gleichmäßiges Weben ist nur bei einer glatten Passage des Schützen durch die Kettfäden möglich. Ein Weberschiffchen ähnelt einem kleinen Kanu und trägt den Schussfaden auf einer Spule in sich. Bei manchen Schiffchen wird einfach die Spule des Spinnrads verwendet, so dass man sich das Auf- und Abwickeln des Garns sparen kann.

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