Die Geschichte vom blauen Allgäu

Anbau im Allgäu
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts sprach man wegen der vielen blaublühenden Flachsfelder vom »blauen Allgäu«. Seit dem Mittelalter war der Flachsanbau und die Verarbeitung zum Garn die bestimmende Wirtschaftsform unserer Bauernhöfe.
Erst nachdem die Baumwolle ab etwa 1800 bei uns in größerem Umfang aus Amerika eingeführt wurde, begann der Rückgang des Flachsanbaus. Die Grünlandwirtschaft, d.h. die Milcherzeugung und die Käsezubereitung, verdrängte die Leinfelder.
Da der Flachs im feuchten Klima besonders gut gedeiht, war das niederschlagreiche Allgäu für seinen Anbau besonders geeignet. Man sagt, er sei hier 10 cm höher gewachsen als anderswo.
Im Allgemeinen versteht man unter "Flachs" die Pflanze, während man den Samen "Lein" nennt.

Zurück zur Ursprungseite Seite zurück nächstes Seite  zum Seitenanfang